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  • image1 Wenn es durch alle Ritzen zieht, dann ist klar: Das Haus ist undicht. Und das kostet nicht nur Energie, es ist auch unbehaglich
  • image2 Die Thermografie ist eine anerkannte Methode der bilderzeugenden Temperaturmessung.
  • image3 Feuchtemessung zur Feststellung von Wasserschaeden und Kontrolle von Trocknungsmaßnahmen.

Ungebetener Gast Schimmel

Das Hochwasser ist längst weg, doch in den noch feuchten Gebäuden und Möbeln hält gern der Schimmelpilz Einzug. Das gilt nicht nur in den flutgeschädigten Gebieten, sondern in jedem nicht ausreichend trockenen Raum. Die Sporen des Pilzes sind ein Gesundheitsrisiko!

Nach Überschwemmungen müssen professionelle Entfeuchtungsgeräte eingesetzt werden. Denn der beste Schutz gegen den ungebetenen Gast Schimmelpilz ist Trockenheit.

Aber der Schimmelpilz braucht keine Fluten als Wegbereiter. Ein Keller, modrige Dachbalken oder schlecht belüftete und geheizte Räume genügen ihm, um heimisch zu werden.

Wer die Sporen einatmet oder direkten Hautkontakt hat, muss mit heuschnupfenartigen Allergiesymptomen oder Asthma, Kopfweh, Fieber, Haut- und Schleimhautreizungen rechnen.

Vorgehensweise

Richtiges Lüften

Zuerst einmal gilt: Warme Luft enthält mehr Feuchtigkeit als kalte Luft. Räume mit feuchten Wandstellen müssen öfter gelüftet werden. Auch die Möbel sollten dort in einem Abstand von ca. 10 cm zur Wand stehen, damit die Luft dort zirkulieren kann.

Besonders wichtig ist das Lüften in Räumen wie Küche oder Bad, da sich dort viel Kondenswasser bildet. Das gilt auch für das Schlafzimmer, weil der Mensch im Schlaf eine Menge Feuchtigkeit ausatmet und verdunstet.

Räume die sich an der Nordseite des Hauses befinden, kühlen besonders im Winter stark aus. Hier sollte etwas stärker geheizt werden, da in allen Räumen etwa die gleiche Temperatur sein sollte. Das verhindert einen "Domino-Effekt" der Weitergabe von Kälte und Feuchtigkeit zwischen den Wänden.

Richtig Lüften bedeutet, die Fenster für ca. 10 Minuten WEIT öffnen! In dieser Zeit wird die feuchtigkeits-gesättigte Luft durch kühle, ungesättigte Luft ersetzt. Nachdem Sie das Fenster wieder geschlossen haben, stellen Sie die Heizung oder Ihren Ofen wieder an und heizen die frische Luft wieder auf. Das hat den Effekt, dass die erhöhte Lufttemperatur auch die Feuchtigkeit aus den Wänden zieht.

Nach drei bis vier Stunden hat sich die Luft wieder mit Feuchtigkeit gesättigt und es ist wieder Zeit zu lüften.


Behandlung von Schimmelpilzbefallenen Flächen

Am besten zu Leibe rückt man der Flechte mit Frischluft und Wärme. Beim Lüften werden jedoch Sporen aufgewirbelt, weshalb diese erst entfernt und die befallene Fläche desinfiziert werden muss. Dazu eignet sich bei feuchten Flächen 80-prozentiger Ethylalkohol und bei trockenen Flächen 70-prozentiger Ethylalkohol.

An oberflächlich befallenen oder kleinen Flächen (weniger als 0,4 Quadratmeter) kann eine gesunde Person - mit Handschuh, Brille und Mundschutz - diese Aufgabe in Angriff nehmen. Allergiker oder Vorgeschädigte mit chronischen Erkrankungen der Atemwege sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten davon jedoch Abstand nehmen. Hier gilt wie bei massivem, grossflächigen Schimmelpilzbefall: Fachleute beauftragen!

Vor dem intensiven Einsatz von Spezialmitteln gegen Pilzbefall in Innenräumen warnt das Bundesumweltamt, da die so genannten Fungizide selbst zum gesundheitlichen Risiko werden können.

Am Ende der Reinigungsaktion sollte die Umgebung feucht gewischt werden, um mit Sporen belasteten Feinstaub zu entfernen. Abfälle können in Plastikbeuteln verpackt im Hausmüll entsorgt werden.


Glatte Oberflächen
Pilz von Metall, Keramik, Glas u. ä. mit Wasser und Haushaltsreiniger entfernen und mit Alkohol desinfizieren.

Poröse Materialien
Tapeten, Gipskartonplatten, Mauerwerk, Deckenverschalungen u.ä. können nicht gereinigt werden; Baustoffe wie Gipskartonplatten oder Trennwände sind auszubauen und zu entfernen. Starker Befall auf nicht ausbaubaren Baustoffen sollte vollständig - auch in tiefer liegenden Schichten - durch Abtragen der Stoffe entfernt werden.

Holz
Befallenes Holz muss meist entsorgt werden. Bei schwierig zu entfernenden, tragenden Teilen kann ein oberflächlicher Befall durch Abschleifen entfernt werden. Befallene Möbelstücke sollten oberflächlich feucht gereinigt, getrocknet und gegebenenfalls mit 70-prozentigem Ethylalkohol desinfiziert werden.

Polstermöbel und Textilien
Stark befallene Sessel, Sofas, Teppiche und Vorhänge sind kaum zu behandeln und sollten entsorgt werden.


Spezialisten zur Sanierung
finden Sie im Internet unter:

www.schimmelpilz.tv
(Bundesverband für Schimmelsanierung e.V.)